One Battle After Another - OmU
2025
Filmreihe: Oscar Favoriten 2026
Paul Thomas Anderson
Leonardo DiCaprio, Chase Infiniti, Sean Penn, Teyana Taylor, Benicio Del Toro, Regina Hall, Alana Haim
16 JAHRE
170 MIN.
Im engl. Original mit dt. Untertiteln! „French 75“ auf einen Schlag 200 Häftlinge aus den Fängen des skrupellosen United States Immigration and Customs Enforcement – kurz: ICE – befreit. Danach verschwanden die Widerständler, darunter auch der von allen nur Ghetto Pat genannte Bob Ferguson von der Bildfläche. Bob fürchtet seitdem, dass ihm der damalige ICE-Colonel Steven J. Lockjaw aus Rache immer noch nach seinem Leben trachtet. Die Sorge scheint zumindest nicht unbegründet, denn Lockjaw ist inzwischen Teil der rassistischen „Christian Adventurer Club“-Miliz – und er hat es auf Bobs Tochter Willa abgesehen. Zusammen mit seinen alten WeggefährtInnen Sensei Segio, Deandra und Perfidia Beverly Hills macht sich Bob auf, sich dem extremistischen Colonel entgegenzustellen. One Battle After Another beginnt mit einem Angriff, einem Hinterhalt, einer Ankündigung – und nimmt von da an kaum noch Tempo raus. Es folgen zwei Stunden voller Turbulenzen, in denen Pat sich durch Entführungen, Fluchtversuche und absurde Begegnungen kämpft. Und doch ist es das Filmemachen selbst, das für Anderson den wahren Reiz ausmacht. Inspiriert von Thomas Pynchons gesellschaftskritischem Roman Vineland – oder zumindest Teilen davon – erfindet Anderson seinen eigenen großen amerikanischen Roman für das Kino. Revolution, Einwanderung, Korruption, weiße Vorherrschaft: One Battle After Another greift die aktuelle Lage auf und verknüpft politische, soziale und familiäre Konflikte zu einem fiebrigen Epos. Neben den Figuren spielt auch Amerika selbst eine Hauptrolle. Anderson nutzt sein über 100 Millionen Dollar schweres Budget und VistaVision-Kameras, um das Land mit visueller Wucht abzubilden. Eine Verfolgungsjagd über die gefährlich geschwungenen Wüsten-Straßen wird zum reinen Kinoerlebnis: schroffe Klippen, drohendes Unheil in jeder Kurve und hinter jeder Kuppe. Die Landschaft selbst als Verkörperung des Todes. Anderson arbeitet hier mit einer Intensität, die sich über zwei Jahrzehnte entwickelt hat. Themen wie Familie, Vaterschaft und gesellschaftliche Brüche, die bereits in Boogie Nights, Magnolia oder The Master mitschwingen, finden in One Battle After Another ihre wohl explosivste Ausarbeitung. Fazit: One Battle After Another ist mehr als nur ein Film: Es ist ein politisch- cineastisches Manifest. Mit Leonardo DiCaprio in Höchstform, einem Ensemble voller exzentrischer Figuren und Paul Thomas Andersons kompromissloser Handschrift entfaltet sich ein Epos, das gleichermaßen unterhält wie verstört. Oscarverleihung 2026 Nominierung als Bester Film (Adam Somner, Sara Murphy und Paul Thomas Anderson) Nominierung für die Beste Regie (Paul Thomas Anderson) Nominierung für das Beste adaptierte Drehbuch (Paul Thomas Anderson) Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Leonardo DiCaprio) Nominierung als Bester Nebendarsteller (Benicio del Toro) Nominierung als Bester Nebendarsteller (Sean Penn) Nominierung als Beste Nebendarstellerin (Teyana Taylor) Nominierung für das Beste Casting (Cassandra Kulukundis) Nominierung für die Beste Kamera (Michael Bauman) Nominierung für den Besten Schnitt (Andy Jurgensen) Nominierung für die Beste Filmmusik (Jonny Greenwood) Nominierung für das Beste Szenenbild (Anthony Carlino und Florencia Martin) Nominierung für den Besten Ton (José Antonio García, Christopher Scarabosio und Tony Villaflor) Golden Globe Awards 2026 Auszeichnung als Bester Film – Komödie oder Musical Auszeichnung für die Beste Regie (Paul Thomas Anderson) Auszeichnung als Beste Nebendarstellerin (Teyana Taylor)


